Grieß-Halwa – Irmik Helvasi

Achhh, wie sehr ich doch die Türkische Küche liebe, viel Butter und viel Fleisch, da darf man keine Kalorien zählen. 😀 Manche Gerichte haben wir, die Rumänen, von den Türken abgekuckt, schließlich haben uns die Osmanen ein Zeit lang belagert. Unsere Rumänische Sprache nahm auch viele Wörter der Türkischen an. Eines dieser Wörter ist das Halwa. (Rumänisch „Halva“, Türkisch „Helva“)

Halwa gibt es in verschiedenen Variationen, eines die wir in Rumänien selbst produzieren, ist aus Sonnenblumenkerne. In der Türkei ist jedoch die Sesamvariante am häufigsten, weil dort der Sesam viel wächst, das macht Sinn, oder? 😉

Heute präsentiere ich euch aber die Grießhalwa. Sie gehört mit zu den ältesten Süßspeisen der Türkei, die in Scheiben aufgeschnitten serviert wird. Man bereitet die Süßspeise zu, wenn Besuch kommt, was in der Türkei fast täglich vorkommt, hehehe, oder an religiösen Feiertagen wie zB. Beschneidungsfest oder Zuckerfest. Man kann sie ganz leicht zuhause nachkochen und jeder wird sie lieben. Ich versuche so oft es geht Türkisch zu kochen, schließlich bin ich mit meinem türkischen Mann seit 16 Jahren leiert und will, dass er seine Lieblingsgerichte nicht missen muss. Denn was seine Mamma kann, das kann ich doch auch! 😀 Naja, fast! 😀

Zutaten für 6 Personen:

  • 175 g Butter
  • 225 g Hartweizengrieß
  • 100 g Mandelstifte
  • 1 l Milch
  • 300 g Zucker (ich nehme 250, damit sie nicht so süß ist)
  • Zimtpulver
  • geschälte Pistazien zum Dekorieren
  • Pinienkerne zum Dekorieren

Zubereitung:

Butter in einem Topf mit breitem Boden erhitzen, Grieß und Mandeln hineingeben und bei mittlerer Hitze mit einem Holzlöffel unter ständigem Rühren goldgelb – hellbraun-Gold rösten. Achtung, der Grieß brennt schnell an, wenn man nicht ständig rührt. Sobald die gewünschte Röstung erreicht wird, den Topf beiseite stellen.

Milch mit dem Zucker in einem separaten Topf erhitzen und in die Grieß-Mandelmischung hinein gießen, Achtung es kann spritzen. Auf mittlerer Hitze köcheln bis der Grieß fest wird. In einer kleinen Kastenform, die vorher kalt ausgespült wurde, oder was ihr da habt, hineingeben und glatt streichen. Halwa kalt stellen und anschließend auf einer Platte stürzen.

Jetzt noch mit Zimt bestreuen und mit den Pistazien und Pinienkernen dekorieren.

Hmmmmm guten Appetit, afiyet olsun! 🙂

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Der barbarische Rhabarber!

Es gibt kaum jemanden, der besagt, Deutsch sei eine leichte Sprache. Die Artikeln der die das, etc.  machen für mich oft keinen Sinn und sogar nach 25 Jahren in Österreich kommen mir einige Wörter ziemlich merkwürdig vor.

Vor ein paar Jahren wusste ich nicht mal was ein Rhabarber ist, ja, das dürft ihr mir ruhig glauben. Dieses Wort war mir völlig fremd. „Was ist das, woher kommt es?!“grübelte ich so vor mir hin. „Rhabarber, Barbara, Conan der Barbar, Arnold Schwarzenegger.“ Schrecklich dieses ständige Kopfkino, aber ist Barbara mit Rhabarber irgendwie verwandt, oder etwa nicht?! Der barbarische Rhabarber!? Oder sind es doch diese barbarischen Gedanken mit Arnold?!

Ich habe den Rhabarber kürzlich für mich entdeckt. Ich staunte nicht schlecht, als ich diese Stangen so vor mir im Supermarkt sah: „Dieser Rhabarbar schaut wie Stangensellerie aus, wie rotes Stangensellerie, mei Gott, was kann da gut dran sein?! Wie dieses Gemüse bloß schmeckt? Oder ist es doch Obst?!“ Fragen über Fragen, der ganz normale Einkaufswahnsinn.

Danach entstanden diese Küchlein, ganz schnell und lecker.

Was ihr dazu braucht sind nur ein paar Zutaten und den Rhabarber, oder vielleicht wächst er in eurem geheimen Garten, umso besser. 😉

Da jetzt der Rhabarber nicht mehr geerntet wird, ab Ende Juni ist das gute Stück nicht mehr verfügbar, hab ich mir gleich einen Rhabarber Kompott Vorrat angeschafft. Wieviele Gläser? Zwei! Naja, Vorrat für 2-4 Tage eben! 😀

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Ihr braucht Folgendes:

1. 2-4 Stangen Rhabarber (je nach Größe)

2. 4 kleine feuerfeste Formen, oder 1 grosse

3. 2 Eier (M)

4. 90 gr. Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker

5. 100 gr. Mehl

6. 1 Messerspitze Backpulver

7. 4 Esslöffel Öl

8. 170 ml Milch

Rhabarber putzen und in 1-2 cm schneiden, in die bereits gefetteten Förmen verteilen. Eier, Zucker, Mehl und Backpulver zu einem glatten Teig mischen. Milch nach und nach dazugeben, gut verrühren und in die Förmchen giessen. Beim vorgeheizten Ofen (180 Grad) ca. 35-40 Minuten lang backen.

Mit Puderzucker bestreuen und heiß servieren! Guten Appetit! Eure Mirel(l)a

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