Seelentröster – Omas Erdbeer-Sahne-Roulade

13164408_10207930625815978_3134443205880004993_nWie ich Montage hasse! Nicht, weil man morgens kaum in die Gänge kommt, nein. Wie dein Montag anfängt, so fängt deine Woche an.

Nicht Alles verläuft nach Plan, schon gar nicht in der Arbeit, und nach einem harten Tag hofft man einfach nur, dass der Partner nicht den Schokoladenvorrat geplündert hat.

Tja, die Angst war berechtigt, den gestern fand ich lediglich eine leere Schublade vor. Und seine dreiste Ausrede war, „ich hatte Nichts zu essen!“ Tja, Männer, können sich eben nicht alleine versorgen, oder wollen nicht, sobald sie in einer Partnerschaft leben. 😀

Man kommt frustriet heim, die Schokolade ist auch noch alle, da kommt Plan B ins Spiel.

Schnell was zaubern, heißt die Devise, man nehme die Erdbeeren und die Eier aus dem Kühlschrank, Mehl und Speisestärke gibt es auch noch, jetzt fehlt nur noch die Sahne. „Ahhh, da schau her, da ist doch wirklich ein Fläschchen Obers im Kühlschrank. Wann habe ich das bitte gekauft?!“ Omas Rezept ist so einfach und so gut, man nehme:

Zutaten:

75 gr. Mehl

25 gr. Speisestärke

5 Eier (M) oder 4 Eier (L)

1 EL braunen Zucker

Abrieb einer unbehandelten Zitrone

Vanillezucker

250 ml Sahne

500 gr. Erdbeeren

Erdbeer-Konfitüre, am besten selbst gemacht

Puderzucker

Zubereitung:

Ofen mit Ober- und Unterhitze auf 160 Grad vorheizen. Eier trennen, Eigelb mit Vanillezucker und Zucker mixen, Eiweiß steif schlagen und mit der Eigelbmischung  vermengen. Mehl und Speisestärke unter die Eimasse vorsichtig unterheben. Backpapier auf einen großen Backblech legen und die Masse gleichmäßig darauf verteilen. Etwa 10 min. Goldbraun backen, aber Vorsicht, nicht aus den Augen lassen. Die Roulade vom Backpapier lösen und auf einem sauberen Küchentuch legen und damit einrollen, auskühlen lassen.

Tipp: In den Teig kommt bei mir kaum Zucker rein, die Konfitüre ist doch süß genug und man will, dass meine Roulade erfrischend schmeckt.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen, trockentupfen und in kleine Stücke schneiden. Sahne steif schlagen und beiseite stellen. Sobald die Roulade ausgekühlt ist, die Konfitüre, die Sahne und die Erdbeeren darauf verteilen und vorsichtig einrollen.

Mit Puderzucker und einigen Erdbeeren garnieren und kalt servieren. So einfach und so gut. Guten Appetit wünscht eure Mirel(l)a!

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Die vergessene Gugelhupfform

In meiner Küche findet Frau und Mann fast alles, was das Herz  begehrt, nur keine Gugelhupfform. Ja, ihr habt alle richtig gelesen, sowas besaß ich bis heute noch nicht, obwohl ich seit 17 Jahren meinen eigenen Haushalt führe. Jedes Mal, wenn ich solch eine Form sah, dachte ich nur, nein, nächstes Mal und jedes nächste Mal habe ich darauf vergessen.

Heute stand ich in einem Geschäft und hielt plötzlich eine Gugelhupfform in der Hand. Das war ein Zeichen, denn ich fühlte mich endlich zu ihr hingezogen und wollte sie nicht mehr ins Regal zurück stellen.

Ich habe sie mir endlich gekauft, nach 17 langen Jahren, und präsentiere diese stolz meinem Mann. Ihr wisst sicherlich was jetzt kommt, oder?! „Ohnein, nicht schon wieder, was hast du dir denn da wieder gekauft? Hast du nicht schon sowas im Schrank? Bald müssen wir einen eigenen Flohmarkt organisieren.“

Erol scheint heute leicht gereizt zu sein, im Schrank?! Ich bin etwas verwirrt und erwidere: „Schatz, das ist doch nichts zum Anziehen, sondern zum Backen! Ich backe heute nämlich den besten Gugelhupf aller Zeiten, den Marmorgugelhupf nach Muttis Art!“ Den gab es einmal pro Monat, als ich noch zuhause wohnte und konnte mich nie satt essen, sowas von luftig, locker und flaumig. Plötzlich fügt er noch lächelnd hinzu: „Ja dann, mach mal!“

Ok, das ist also mein Stichwort, jetzt mache ich mal.

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Zutaten:

1 Tasse Mehl

1 Tasse Zucker

5 Eier Gr. L(getrennt)

oder 6 Eier Gr. M (getrennt)

1 Handvoll Wallnüsse (in Stifte schneiden)

1/2 Tasse Öl

2 EL Kakaopulver

1 Päckchen Vanillezucker

1/2 Päckchen Backpulver

Brise Salz

Butter und Mehl für die Form

Stauzucker zum Dekorieren

Zubereitung:

Eigelb mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, Öl dazu geben, gut vermischen, Eiklar mit einer Brise Salz steif schlagen, aber nicht zu steif. Jetzt zu die Dottermasse hinzu fügen und das Mehl und das Backpulver in die Eimasse einsieben und vorsichtig unterheben.

Ein wenig der Masse bei Seite stellen und mit dem Kakao gut vermischen, solange bis keine Klumpen mehr zu sehen sind.

Gugelhupfform gut mit Fett ausstreichen und mit Mehl ausstreuen.

Die helle Masse in die Form geben, die Wallnussstifte einstreuen und einschließlich die Kakaomasse kreativ in die Gugelhupfform einfüllen, um eine Marmorierung zu erzielen. Im 180 Grad vorgeheizten Ofen circa 40 Minuten backen.

Ich schalte den Backofen immer 10 Minuten vorm Ende der Backzeit aus und nütze somit die Restwärme. Das spart nicht nur Strom, sondern hilft dabei, dass der Kuchen später nicht zusammenfällt.

Bon Appetit ihr Lieben! Euere Mirel(l)a.

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„Dutch Baby“ Pfannkuchen für Faule

imageAch, du meine Güte, heute ist schon wieder Montag! Ich gehe zum Fenster und hoffe wenigstens auf ein schönes Wetter. Was meine Augen erblicken ist nur Regen, ja Regen, keinen Schnee und doch haben wir schon den Monat Januar. Gut, dass ich heute frei habe.
Um den Monday-Blues zu vertreiben, wie wäre es mit etwas Süßem?!  Jaaaaaa, Crêpes wären doch jetzt super. Naja, aber wer soll sie machen?! Ich mag jetzt nicht in der Küche stehen und Crêpes braten. Das ist mir dann doch zu viel Arbeit, schließlich ist heute doch mein freier Tag, nicht wahr?!
Ich muss mich jetzt entscheiden, ich will frühstücken und schnell soll es gehen. Ahhh ja, Dutch Baby ist die Antwort auf solch einen grausamen Montag, der einen im Haus festhält und Lust auf Süßem macht!
Aber was ist Dutch Baby überhaupt? Crepesteig in einer feuerfesten Pfanne im Ofen gebacken. Nichts weiter und doch so lecker! Ich nenne das: Pfannkuchen für Faule!

Zutaten:
3 Eier (L)

100 g Mehl (glatt/universal)

180 ml Milch

1 TL Vanillezucker

¼ TL Salz
25 g Butter (2 ½ EL zerlassene Butter) für die Pfanne
, 1 Zitrone, Staubzucker und Früchte der Saison zum Garnieren.
Außerdem: Ofenfeste Pfanne (ideal ist eine schwere Gusseisenpfanne), runde Auflaufform oder Tortenform (22 cm Ø od. etwas größer)
Zerlassene Butter in die Pfanne geben, Eier, Mehl, Milch, Salz und Vanillezucker gut vermengen und für ca. 20 min. bei 200 Grad backen.
Mit Früchten nach Saison genießen! Guten Appetit!

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Grieß-Halwa – Irmik Helvasi

Achhh, wie sehr ich doch die Türkische Küche liebe, viel Butter und viel Fleisch, da darf man keine Kalorien zählen. 😀 Manche Gerichte haben wir, die Rumänen, von den Türken abgekuckt, schließlich haben uns die Osmanen ein Zeit lang belagert. Unsere Rumänische Sprache nahm auch viele Wörter der Türkischen an. Eines dieser Wörter ist das Halwa. (Rumänisch „Halva“, Türkisch „Helva“)

Halwa gibt es in verschiedenen Variationen, eines die wir in Rumänien selbst produzieren, ist aus Sonnenblumenkerne. In der Türkei ist jedoch die Sesamvariante am häufigsten, weil dort der Sesam viel wächst, das macht Sinn, oder? 😉

Heute präsentiere ich euch aber die Grießhalwa. Sie gehört mit zu den ältesten Süßspeisen der Türkei, die in Scheiben aufgeschnitten serviert wird. Man bereitet die Süßspeise zu, wenn Besuch kommt, was in der Türkei fast täglich vorkommt, hehehe, oder an religiösen Feiertagen wie zB. Beschneidungsfest oder Zuckerfest. Man kann sie ganz leicht zuhause nachkochen und jeder wird sie lieben. Ich versuche so oft es geht Türkisch zu kochen, schließlich bin ich mit meinem türkischen Mann seit 16 Jahren leiert und will, dass er seine Lieblingsgerichte nicht missen muss. Denn was seine Mamma kann, das kann ich doch auch! 😀 Naja, fast! 😀

Zutaten für 6 Personen:

  • 175 g Butter
  • 225 g Hartweizengrieß
  • 100 g Mandelstifte
  • 1 l Milch
  • 300 g Zucker (ich nehme 250, damit sie nicht so süß ist)
  • Zimtpulver
  • geschälte Pistazien zum Dekorieren
  • Pinienkerne zum Dekorieren

Zubereitung:

Butter in einem Topf mit breitem Boden erhitzen, Grieß und Mandeln hineingeben und bei mittlerer Hitze mit einem Holzlöffel unter ständigem Rühren goldgelb – hellbraun-Gold rösten. Achtung, der Grieß brennt schnell an, wenn man nicht ständig rührt. Sobald die gewünschte Röstung erreicht wird, den Topf beiseite stellen.

Milch mit dem Zucker in einem separaten Topf erhitzen und in die Grieß-Mandelmischung hinein gießen, Achtung es kann spritzen. Auf mittlerer Hitze köcheln bis der Grieß fest wird. In einer kleinen Kastenform, die vorher kalt ausgespült wurde, oder was ihr da habt, hineingeben und glatt streichen. Halwa kalt stellen und anschließend auf einer Platte stürzen.

Jetzt noch mit Zimt bestreuen und mit den Pistazien und Pinienkernen dekorieren.

Hmmmmm guten Appetit, afiyet olsun! 🙂

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Der barbarische Rhabarber!

Es gibt kaum jemanden, der besagt, Deutsch sei eine leichte Sprache. Die Artikeln der die das, etc.  machen für mich oft keinen Sinn und sogar nach 25 Jahren in Österreich kommen mir einige Wörter ziemlich merkwürdig vor.

Vor ein paar Jahren wusste ich nicht mal was ein Rhabarber ist, ja, das dürft ihr mir ruhig glauben. Dieses Wort war mir völlig fremd. „Was ist das, woher kommt es?!“grübelte ich so vor mir hin. „Rhabarber, Barbara, Conan der Barbar, Arnold Schwarzenegger.“ Schrecklich dieses ständige Kopfkino, aber ist Barbara mit Rhabarber irgendwie verwandt, oder etwa nicht?! Der barbarische Rhabarber!? Oder sind es doch diese barbarischen Gedanken mit Arnold?!

Ich habe den Rhabarber kürzlich für mich entdeckt. Ich staunte nicht schlecht, als ich diese Stangen so vor mir im Supermarkt sah: „Dieser Rhabarbar schaut wie Stangensellerie aus, wie rotes Stangensellerie, mei Gott, was kann da gut dran sein?! Wie dieses Gemüse bloß schmeckt? Oder ist es doch Obst?!“ Fragen über Fragen, der ganz normale Einkaufswahnsinn.

Danach entstanden diese Küchlein, ganz schnell und lecker.

Was ihr dazu braucht sind nur ein paar Zutaten und den Rhabarber, oder vielleicht wächst er in eurem geheimen Garten, umso besser. 😉

Da jetzt der Rhabarber nicht mehr geerntet wird, ab Ende Juni ist das gute Stück nicht mehr verfügbar, hab ich mir gleich einen Rhabarber Kompott Vorrat angeschafft. Wieviele Gläser? Zwei! Naja, Vorrat für 2-4 Tage eben! 😀

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Ihr braucht Folgendes:

1. 2-4 Stangen Rhabarber (je nach Größe)

2. 4 kleine feuerfeste Formen, oder 1 grosse

3. 2 Eier (M)

4. 90 gr. Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker

5. 100 gr. Mehl

6. 1 Messerspitze Backpulver

7. 4 Esslöffel Öl

8. 170 ml Milch

Rhabarber putzen und in 1-2 cm schneiden, in die bereits gefetteten Förmen verteilen. Eier, Zucker, Mehl und Backpulver zu einem glatten Teig mischen. Milch nach und nach dazugeben, gut verrühren und in die Förmchen giessen. Beim vorgeheizten Ofen (180 Grad) ca. 35-40 Minuten lang backen.

Mit Puderzucker bestreuen und heiß servieren! Guten Appetit! Eure Mirel(l)a

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